Ausgabe 165

Einsparungen im Gesundheitssystem  

Es vergeht kaum ein Tag an dem man nicht in den Medien von horrenden Defiziten im Gesundheitssystem hört. Das macht etwas mit uns, vor allem Angst, dass es einmal nicht mehr sein könnte, dass wir medzinisch versorgt werden, wenn wir krank sind, einen Unfall erleiden oder einfach nur alt werden! Mache haben dadurch ein schlechtes Gewissen, dass sie zuviele Kosten verursachen andere finden wiederum, sie zahlen nur ein und bekommen nichts!  

Wir haben in Österreich ein solidarisches Gesundheits- und Sozialsystem, das bedeutet alle tragen einen Teil zum Gesundheitsbudget bei, abhängig von ihrem Einkommen. Mit diesen Geldern und den Steuereinnahmen des Staates wird ein Gesundheitssystem finanziert, das uns allen garantiert, dass wir im Falle von Erkrankung oder Unfall unabhängig von Alter, Geschlecht, Stand, usw. nach dem aktuellen Stand des Wissens versorgt werden.  

Damit ist schon im Ansatz klar, es ist nicht Ziel des Gesundheitssystems Gewinn zu machen sondern bestmöglich zu funktionieren und damit allen Menschen, die hier leben, die Sicherheit zu vermitteln im Krankheitsfall gut versorgt zu werden.  

Damit ist für mich nicht die erste Frage machen wir Gewinn oder Verlust, sondern funktioniert das System, wie wir es uns wünschen und erst wenn wir diese Frage mit ja beantworten, kann man Fragen, sind wir bereit dafür ein Defizit in Kauf zu nehmen?. Gegenwärtig steht ausschliesslich das Defizit im Vordergrund und das Credo hier lautet Kostenreduktion um jeden Preis.

 Nach mittlerweile mehr als 4 Jahrzehnten Arbeit im Gesudheitssystem würde ich mir wünschen, dass wir uns wieder mehr auf unsere Stärken konzentrieren und das ist Beziehung aufzubauen zu den Menschen, denn darum geht es, wahrgenommen zu werden mit all seinen seinen Ängsten und Sorgen! Die Künstliche Intelligenz und Telemedizin hört sich super und modern an, aber ehrlich, berührt zu werden um den Blutdruck gemessen zu bekommen, abgehorcht zu werden und ein verständnisvolles Lächeln zu sehen, ist in Momenten, wo man sich krank fühlt, man sich Sorgen macht, in meinen Augen durch nichts zu ersetzen.  

Die Zuwendungsmedizin spart natürlich auch Kosten, denn durch ein auführliches, vertrrauensvolles Gespräch und eine körperliche Untersuchung lässt sich sehr oft schon ohne teure Untersuchungen eine Diagnose stellen!  

Auf der anderen Seite des Spektrums, der Intensivmedizin haben wir in Österreich eine grossartige Expertise und im Falle eines  Herzinfarkts,  Schlaganfalls oder Autounfall,  kann man davon ausgehen bei uns bestmöglich versorgt zu werden.  

Unser Impfsystem, mit dem kostenfreien Programm für Kinder oder aktuell der ebenfalls kosenlosen Lungenentzündungs- und Gürtelroseimpfung, zeigt wie man  finanzielle Mittel gezielt und sinnvoll in der Vorbeugung einsetzten kann. Hier würde ich auch der in den Medien oft geäußerten Meinung betreffend Impfskepsis in Östrerreich, widersprechen, denn gut aufgeklärt und beraten durch die dafür bestens ausgebildeten Ärzt*innen lässt sich die Impfrate, wie man in unsrer Ordination sieht, am allerbesten steigern. In unserem Falll stellt unser   Fachwissen durch regelmäßige Fortbildungen, aber auch der ausreichend vorhandene Impfstoff durch vorausschauendes Handeln  die Basis für das notwendige Vertrauen unserer Patient*innen dar!

    

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