Ausgabe 125

DSGVO

DatenSchutz-GrundVerOrdnung, so heißt jene Verordnung, die 2016 von der EU erlassen wurde und in Österreich nun seit Mai 2018 umgesetzt wird.

Praktisch jeder/e von uns hat desshalb in den vergangenen Tagen und Wochen Erklärungen unterschrieben von Firmen, Behörden und was weiß ich noch von wem, dass man zustimmt, dass Daten gespeichert und verarbeitet werden.

Sinn all dieser Maßnahmen war und ist es, lt. EU Kommission Bewusstsein zu schaffen, dass der Umgang mit personenbezogenen Daten sensibel ist. Jeder EU Bürger soll wissen, welchen Daten über einen existieren und man sollte auch selber entscheiden können, was mit diesen Daten passiert.

Soweit die Theorie und nun die konkrete Umsetzung in Ihrer Hausarztpraxis.

Alle Daten, die wir bei unseren PatientInnen erheben, sind notwendig um unseren Behandlungsauftrag und ebenso die Dokumentationspflicht lt. Ärztegesetz zu erfüllen, daher ist auch lt. Rechtsgutachten der Ärztekammer keine schriftliche Einwilligung notwendig. Vor allem wir verwalten seit 26 Jahren die Daten unserer PatientInnen verantwortungsbewusst und verwenden sie ausschließlich zum Wohle derselben. Die Daten sind nur bei uns in einer speziell gesicherten Form gespeichert, eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen.

Wir haben noch einmal unseren Umgang mit den persönlichen Daten unserer PatienInnen analysiert und gefunden, dass es nicht so sehr die elektronische Verarbeitung ist. Vielmehr kann das Mithören von Gesprächen in der Administration, ein Problem darstellen. Wir sind in diesem Zusammenhang auch dabei technische Massnahmen anzudenken, bis dahin gilt einfach Abstand zu halten und jedem/er die Privatsphäre zuzugestehen, die man auch selber haben möchte.

Ein heikles Thema in einer Allgemeinmedizin Praxis ist, dass Rezepte oder Verordnungen für Angehörige mitgenommen werden. Eine gängige Praxis seit 26 Jahren und bisher kein Problem, da wir die PatientInnen kennen! Allerdings kann es auch hier sein, dass in Zukunft in besonderen Fällen eine schriftliche Beauftragung notwendig wird, wie bereits üblich bei Heimhilfen oder PflegehelferInnen.

Letztlich steht und fällt jede gesetzliche Vorschrift aber mit der Umsetzung in der Praxis und der Akzeptanz durch die Menschen. Wir bitten Sie uns auch hier Rückmeldung zu geben, denn letztlich ist unser Kapital, Ihr Vertrauen in Ihre Hausarztpraxis Dr. Berger.

    

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