Ausgabe 129

„Der HAUSARZT"

Was macht eigentlich eine gute Hausarztpraxis aus? Neben der Kompetenz der betreuenden ÄrztInnen und des gesamten Personals, ist es vor allem die Kontinuität in der Betreuung, die das entstehen lässt, was man eine Beziehung nennt. Lange Zeit, manchmal wie in unserem Fall über Jahrzehnte, wird man von denselben Menschen betreut und dabei entsteht einfach dieses BESONDERE.

Wenn dann jemand, wie unsere Brigitte nach 22 Jahren in Pension geht, kommt ein Gefühl des Verlustes auf. Sie war in diesen vergangenen Jahrzehnten wirklich ein Fels in der Brandung und hat viele, auch schwierige Phasen mitgetragen und dafür möchte ich mich auch an dieser Stelle bei ihr bedanken. Deßhalb bin ich umso glücklicher, dass sie uns auch weiterhin alle unterstützen wird, In Zukunft wird sie zwei mal in der Woche, Montag und Mittwoch in gewohnter Weise in der Administration arbeiten, außerdem hat sie versprochen einzuspringen, wenn durch Urlaub oder Krankheit Schwester Birgit oder Frau Britta verhindert sind.

Welchen Weg wir in Österreich im Bereich der wohnortnahen ärztlichen Basisversorgung gehen werden, ist für mich noch nicht klar. Die sogenannten Primärversorgungszentren werden nicht in der Lage sein können, eine Qualität wie bisher zu gewährleisten. Gerade in diesem Bereich der Medizin ist es nicht die perfekte Ausstattung einer Einrichtung oder die Zahl der angebotenen Gesundheitsberufe, die zählen, sondern die sogenannte Zuwendungsmedizin, also die individuelle kontinuierliche Betreuung und das überfordert das Personal jeder Ambulanz.

Wir werden uns bemühen auch in den kommenden Jahren unsere hausärztliche Betreuung in bewährter Art und Weise und vor allem Besetzung anzubieten!

MASERN

Kaum ein medizinisches Thema hat in den letzten Monaten in den verschiedenen Medien für mehr Schlagzeilen gesorgt wie die vielen Masernfälle weltweit.

Das nach meiner Ansicht zu Recht, denn mit einer Todesrate von 1 auf 1000 Fälle bei Kindern unter 5 Jahren, ist es ein echtes Killervirus und es ist höchst infektiös, denn ein Masernkranker steckt im Schnitt 26 andere Menschen an, während es bei einem Grippeerkrankten nur 2 sind. Schon in einem Raum zu sein mit einem Masernkranken, führt nach 10 Minuten bei Ungeimpften zu einer über 90% Wahrscheinlichkeit ebenfalls an Masern zu erkranken.

Eine Besonderheit des Masenvirus ist auch, dass nach einer überstandenen Infektion für 2 Jahre das Immunsystem so weit überfordert ist, dass die Patienten an Lungen- oder Gehirnhautentzündungen sterben. In 1 von 10.000 Fällen entsteht ein zum Tode führender schleichender Gehirnzerfall. (Subakute Sklerosierende Pan Encephalitis).

Nach all diesen Grauslichkeiten, hier nun die gute Nachricht, es gibt seit Beginn der 70er Jahre eine wirksame Impfung und die Masern wären eine ausrottbare Erkrankung, da der Mensch der einzige Wirt des Virus ist. Einerseits durch die unzureichende medizinische Versorgung in vielen Teilen der Welt und bei uns durch Impfmündigkeit sterben aber noch immer Menschen daran.

Bei allen vor dem Jahre 1970 Geborenen geht man von einem Masernkontakt aus und man muss nicht impfen! Bei den „Jüngeren" braucht man 2 nachgewiesene Impfungen um von einem Schutz auszugehen. JEDER der nicht geschützt ist wird kostenlos am Gesundheitsamt geimpft.

WIR BERATEN SIE GERNE !

    

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