Ausgabe 167

Herbstaussichten  

Leider sollte ich mit meiner Prognose von einem heissen Sommer recht behalten und viele unserer Patient*innen haben das auch körperlich zu spüren bekommen! So rasant wie der Klimawandel voran scheitet, ist zu befürchten, dass wir uns wohl an diese Temperaturen werden gewöhnen müssen.  

Nun steht der Herbst vor der Tür und anfänglich werden wir wohl alle im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen, wenn die Nächte wieder kühler und die Tagestemperaturen angenehmer werden. Gleichzeitig beginnt medizinisch gesehen auch  die Zeit der Infekte im Bereich der oberen Atemwege, sprich Husten, Schnupfen und Heiserkeit werden zunehmend häufiger.  

Ursachen dafür sind, dass wir uns vor allem wieder in Innenräumen aufhalten und wie wir aus der Coronazeit noch wissen ist dann die Ansteckungsgefahr am Größten! Allerdings sind solche sogenannte banale Infekte, meist durch Schnupfenviren hervorgerufen, unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich.  

Diese eigentlich leichten viralen Infektionen der oberen Atemwege können nicht ursächlich behandelt werden, das bedeutet es gibt keine Therapie gegen das einfache Schnupfenvirus! Man kann sich das Leben durch eine symptomatische Therapie erleichtern, etwa mit Hilfe von Nasentropfen, Schleimlösern oder Paracetamol die verstopfte Nase, den Husten oder die erhöhte Temperatur behandeln. Trotzdem sollte man sich schonen und durch Verwendung einer Maske andere nicht anzustecken.  

Neben diesen eher als Gesundheitsstörungen zu wertenden Schnupfeninfektionen, treten aber auch schon die ersten Fälle der echten Grippe, der INFLUENZA auf. Hier kommt es jedes Jahr meist um die Weihnachtszeit herum zu einem ersten Infektionshöhepunkt, weshalb es sinnvoll ist sich dagegen circa ab November impfen zu lassen!  

Rechtzeitig innerhalb der ersten 48 Stunden eingenommen gibt es spezifische Medikamente zur Verringerung der INFLUENZA Symptome, aber ansonsten kann man ebenfalls nur symptomatisch therapieren! Jährlich fallen so der INFLUENZA vor allem ältere geschwächte Menschen mit chronischen Gesundheitsschäden wie Diabetes oder Herz-, Lungenerkrankungen zum Opfer. Aber auch sonst Gesunde erleben eine INFLUENZA durch das hohe Fieber, die Glieder-, Kopfschmerzen als schwere Erkrankung und eine nicht ausreichende Schonung und fehlende Ausheilung kann zu einer Herzmuskelentzündung führen.  

Mittlerweile ist die GRIPPEIMPFUNG im österreichischen kostenlosen Impfprogramm  und somit für jeden ohne finanziellen Aufwand zu bekommen. Vor allem Ältere,  chronisch Kranke und Kinder sollten sich unbedingt mit dem jeweils aktuellen angepassten hervorragend verträglichen Totimpfstoff impfen lassen. Auch wir werden nach unserem Herbsturlaub Ende Oktober, den Impfstoff in der Spritzenzeit ohne Voranmeldung anbieten können.  

Eine Ergänzung ist die einmal im Leben zu verabreichende Lungenentzündungsimpfung.  Die Pneumokokkenimpfung ist für Menschen ab 60 und chronisch Kranke kostenlos und wir haben sie in der Ordination lagernd.  

Thema CORONA, hier gibt es aktuell noch keine konkreten Empfehlungen, allerdings werden wir bei Änderung der Lage umgehend informieren und den eventuell benötigten Impfstoff KOSTENLOS anbieten! 

    

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